Kleidung, Kuchen und gute Gespräche

 | 17. März 2018 16:20

Die Kleidertauschparty am 4. März war ein voller Erfolg! Viele neue Gesichter trudelten am Sonntag ins Jakobuszentrum ein. Viele hatten eine große Tüte und schöne Klamotten zum Tauschen dabei. Nachdem die ersten Kleidungsstücke gefunden und getauscht wurden, konnten sich alle bei Kaffee und Kuchen stärken.Hierbei entstanden spannende Gespräche und barkadas konnte neue Menschen kennenlernen.

Inhaltlich spannend wurde es dann am späteren Nachmittag. Bei einem Workshop von Eva-Maria Reinwald vom Bonner SÜDWIND-Institut (www.suedwind-institut.de) bekamen wir einen Eindruck von der Produktionskette der Textilien und vor allem von den Arbeits- und Menschenrechtsbedingungen in den einzelnen „Gliedern“ dieser Kette. Dabei fängt diese natürlich nicht erst bei den Näher*innen an, sondern befasst sich sogar mit dem Anpflanzen und Entkernen der Baumwolle. Ein wenig schockiert von den Umständen in den Produktionsstätten und den Auswirkungen von Fast-Fashion, haben wir dann gemeinsam nach Handlungsmöglichkeiten gesucht und konnten durch den gemeinsamen Austausch unser Wissen erweitern. Und: Nicht nur Kleidertauschparties sind eine gute Möglichkeit, um der Fast-Fashion entgegen zu wirken. Jede individuelle Kaufentscheidung beeinflusst den Prozess, aber auch die Politik muss Grenzen und Regeln festlegen, damit die Gewährleistung der Menschenrechte kein Privileg mehr ist, sondern zur Selbstverständlichkeit wird.

Um sich selber aktiv für die Gewährleistung von Menschenrechten einzusetzen, braucht man natürlich selber ausreichend Informationen. Eva Maria-Reinwald stellte uns diese: https://www.ci-romero.de/gruenemode/ Internetseite vor. Hier findet ihr viele Infos rund um Grüne Mode und könnt Geschäfte mit Grüner Mode entdecken.
Bestärkt durch das positive Feedback aller Anwesenden, ist für barkadas ganz klar: Dies war nicht die letzte Kleidertauschparty!

Tinikling-Tanzworkshop

 | 28. Februar 2018 00:02

 

Im 3/4-Takt durch die Bambusstäbe! Denn Walzer kann jeder!

Du hast Taktgefühl?

Du liebst Herausforderungen?

Du bist offen für andere Kulturen?

Du bist abenteuerlustig

und hast ab dem 8. Mai Zeit, dienstags, 20 Uhr?

Dann mach mit bei unserem Tinikling-Tanzworkshop!

In acht aufregenden Einheiten (je zwei Schulstunden) erlernst du den traditionellen philippinischen Bambustanz. Dabei tanzt du mit einer zweiten Person zwischen zwei Bambusstangen, während diese zwei andere, einem Rhythmus folgend, abwechselnd auf den Boden und aneinander schlagen. Abschluss ist der Auftritt auf dem Gemeindefest der Thomasgemeinde am 1. Juli 2018.

Melde Dich an bis zum 30. April 2018 unter tinikling@barkadas.de. Wir benötigen deinen Vornamen, Nachnamen, dein Alter und Geschlecht.

Ort: Gemeindehaus der Thomasgemeinde Münster (großer Saal)

Termine, je 20 Uhr: 08.05.; 15.05.; 22.05.; 29.05.; 05.06.; 12.05.; 19.05.; 26.05.

Auftritt: 01.07. (nachmittags)

Dieser Tanzkurs ist kostenlos und wird geleitet von: Mirja Lange, Jane Schwarz und Michael Schwarz

Kleidertauschparty

 | 7. Februar 2018 19:10

Der Frühling steht vor der Tür.

Entrümpele deinen Kleiderschrank und finde neue Schmuckstücke bei der barkadas-Kleidertauschparty.
Ganz nach dem Motto bring mit, was du abgeben willst und nimm mit, was dir gefällt.
Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Um 16. 00 Uhr gibt es einen einstündigen Workshop „(Un)tragbar – Über Menschenrechte und Mode“.
Immer schneller wechselnde Kollektionen, eine ständige Preisunterbietung in der Modeindustrie: Die Art, wie Kleidung heute produziert wird, geht zulasten von Umwelt und ArbeiterInnen weltweit. Menschenrechts-verletzungen finden dabei nicht nur in den Fabriken zum Nähen der Kleidung statt, sondern entlang der gesamten Kette der textilen Produktion: Kinder arbeiten in der Saatgutproduktion von Baumwolle, Saisonarbeiterinnen in den Entkernungsfabriken sind in Schichtsystemen zu Überstunden gezwungen, junge Mädchen in Arbeitscamps von indischen Spinnereien leisten Schwerstarbeit unter ohrenbetäubendem Lärm.
Worauf können wir beim Kleidungskauf achten? Und welche politischen Veränderungen bräuchte es, um Menschenrechte in der Kleidungsproduktion zu schützen? Welche Entwicklungen enttäuschen, welche machen Hoffnung?
Eva-Maria Reinwald vom Bonner SÜDWIND-Institut gibt in einem Workshop Einblicke in die Lieferkette von Kleidung und lädt zum Nachdenken über Veränderungsmöglichkeiten ein.
Wann?   Sonntag, 4. März ab 15.00
Wo?       Jakobus-Gemeindehaus, Von-Ossietzky-Str. 16
Wir freuen uns auf Dich!

Neue barkadas-Gruppenleitung gewählt

 | 26. Oktober 2017 15:21

barkadas wird gemäß seiner gruppeneigenen Ordnung von einer Gruppenleitung vertreten, die die Funktionen Koordination, Schriftführung und Finanzen umfasst. Gemäß der Leitlinien finden alle zwei Jahre Gruppenleitungswahlen statt. barkadas wurde in den letzten zwei Jahren von Jane Schwarz angeführt. Sie entschied sich nun, mit dem Ende dieses Turnus‘ ihre Funktion freizugeben und einem anderen der 18 Mitglieder zählenden Gruppe die Möglichkeit zur Leitung der Gruppe zu überlassen. Das langjährige Gruppenleitungsmitglied Michael Schwarz entschied sich zu einem Rückzug aus der Gruppenleitung aufgrund familiärer Verpflichtungen.

Somit war es an der Zeit, eine neue Gruppenleitung zu wählen. Im September kam es zur Nominierung und Abstimmung über die neue Gruppenleitung. Während des monatlichen barkadas-Treffens am 06.10.2017 wurden die Ergebnisse der Gruppenleitungswahl bekannt gegeben. Demnach wurden die folgenden barkadas-Mitglieder in die Gruppenleitung gewählt (Wahlbeteiligung: 17 von 18 aktiven Mitgliedern):

  • Lena Klaas (Koordinatorin)
  • David Mustroph (Schriftführer)
  • Andreas Kuhnert (Finanzbeauftragter)
  • Kristina Fuchs (stellvertretende Finanzbeauftragte)

Die barkadas-Mitglieder gratulieren der neuen Gruppenleitung zu ihrer Wahl und danken der bisherigen Gruppenleitung für ihren unermüdlichen Einsatz für die Ziele von barkadas.

Gruppenleitung 2017

Die neu gewählte Gruppenleitung besteht aus Lena, Andi, David und Tina (von links nach rechts).

barkadas-Wochenende 2017

 | 25. Oktober 2017 15:02

Vom 20. – 22.10.2017 haben wir bereits zum sechsten Mal ein barkadas-Wochenende durchgeführt. In diesem Jahr ging es, wie in dem vergangenen, in die Jugendherberge Tecklenburg.

Jedes barkadas-Wochenende widmet sich einem besonderen Thema. Das Organisationsteam hat dieses Jahr ein spannendes Programm zum Thema Teambuilding vorbereitet. Neben erlebnispädagogischen Einheiten haben wir u.a. angefangen ein barkadas-Lied zu entwickeln.

Nebenbei haben sich Aktionsideen für das kommende Jahr ergeben und mit dem gemeinsamen, frisch gestärkten Teamspirit freuen wir uns auf die nächsten Aktionen.

Ein kleiner Tipp: Schaut ins Programm des Katholikentages 2018 in Münster. Dort sind wir auch mit einem spannenden Workshop vertreten.

 

Weltgebetstag der Frauen 2017 – „Am I beeing unfair to you?“

 | 18. April 2017 13:34

© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

Auch barkadas war beim Weltgebetstag dabei und besuchte die Gemeinde Olfen und die Andreas-Gemeinde. Mit Infoständen und Tanzvorführungen wurde den Gemeindemitgliedern die Philippinen ein Stückchen nähergebracht. Mirja, Eva, Michael und Maurice führten in Olfen den Tanz Tinikling auf, bei dem sich zwei Tanzende leichtfüßig über zwei Bambusstöcke bewegen. Die Bambusstöcke werden dabei aneinandergeschlagen.

Bei dem Gottesdienst in der Andreas-Gemeinde waren wir mit Jane, Tina, David, und Simon vertreten. Im Anschluss an den Gottesdienst führten Jane und Simon den philippinischen Nationaltanz „Carinosa“ vor. Beim anschließenden Kaffeetrinken wurde noch weiter über die Philippinen diskutiert und wer wollte konnte sich an dem barkadas-Stand über die Arbeit unserer Gruppe informieren. Dort legten wir typische philippinische Alltagsgegenstände und Spiele aus. Wir waren sehr erfreut über das rege Interesse.

Wir sind glücklich, ein Teil dieses besonderen globalen Ereignisses zu sein und hoffen, das Bewusstsein der Gottesdienstteilnehmerinnen darin geschärft zu haben, dass unser Handeln in Deutschland Folgen für die Frauen und Männer auf den Philippinen hat.

Der diesjährige Weltgebetstag der Frauen wurde von philippinischen Christinnen organisiert. Unter dem Motto „Behandel ich dich ungerecht?“ wurden weltweit ökumenische Gottesdienste abgehalten und auf die Rechte von Frauen aufmerksam gemacht. Besonders den Filipinas, die im Ausland arbeiten, werden immer wieder ihre Rechten verwehrt und sie müssen unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten und leben. Um ein Zeichen gegen diese Ungerechtigkeit zu setzten wurde weltweit gemeinsam gebetet, gesunden und getanzt.

 

Herbstmarkt in der Epiphaniaskirche: ein tänzerisches Dankeschön

 | 15. November 2016 18:59

Am Sonntag, den 06.11.2016, war es soweit. Nach einem img_0973
stimmungsvollen Gottesdienst von Herrn Pfarrer Winkelmeyer wurde der diesjährige Herbstmarkt in der Epiphaniaskirche (zugehörig zur Erlöserkirchengemeinde Münster) feierlich eröffnet. Ob groß oder klein, jung oder alt – ein bunter Basar erwartete jeden Besucher mit verschiedensten, interessanten Angeboten, denen allen eines gemein war: sie alle wurden von Gemeindemitgliedern im Vorfeld gespendet. Selbstgemachte Marmeladen und Konfitüren, eigens gefertigte Handarbeiten oder alte, aber dennoch schöne Schmuckstücke zierten die zahlreichen Verkaufsstände, kreierten das lebhafte und farbenprächtige Bild im Gemeindehaus und standen zum Erwerb bereit. Für alle Liebhaber von Überraschungen galten die „Wundertüten“ als Pflichtkauf und auch diejenigen, die bereits frühzeitig ihre Weihnachtsgeschenke zu kaufen gedachten, fanden mit ihnen ihren Kauf des Tages. Wer auf der Suche nach Büchern war, wurde ebenso beglückt, und für das leibliche Wohl wurde mit köstlichen Grillwürsten oder Kaffee und Kuchen gesorgt.

Das Besondere an allen Käufen aber war, dass sie eines gemeinsam hatten: jeder von ihnen half, die Welt an verschiedensten Orten – sowohl nah als auch fern –, zu einer besseren zu machen. Mitunter ging ein Viertel des Reinerlöses an die von uns unterstützten Projekte auf den Philippinen, so dass dieser Nachmittag selbst auf der

anderen Seite der Erdkugel spürbar werden sollte. In Dankbarkeit für die Auswahl unserer Projekte als Spendenziel nahmen wir daher ebenso mit einem kleinen Stand am Herbstmarkt teil, um uns und unsere Arbeit näher vorzustellen aber allem voran um uns persönlich für die Unterstützung zu bedanken.

fullsizerender Doch wir als barkadas trugen unseren Teil zu dem facettenreichen Markt noch anders bei und drückten unser Dankgefühl in einer weiteren Weise aus, und zwar ganz sportlich! Mit einer kleinen Tinikling-Vorführung erheiterten wir die Besucher in der Epiphaniaskirche und brachten ihnen ein Stück philippinischer Kultur näher. Im Nachhinein galt es dann für alle Wagemutigen, die Chance zu ergreifen, die Grundschritte des Nationaltanzes der Philippinen zu erlernen – doch Vorsicht! Ein Schritt daneben und ehe man sich versah, konnte sich ein Fuß zwischen zwei Bambusstangen eingeklemmt sehen. Zu unser aller Freude blieb jedem Freiwilligen dieses Schicksal erspart und alle tapferen Tanzschüler meisterten ihre erste philippinische Tanzstunde mit Bravour! img_0969

Insgesamt gestaltete sich der Herbstmarkt als eine herzliche Begegnung vieler Menschen und es war uns eine große Freude an dieser teilhaben zu dürfen. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich für die Auswahl unserer Projekte als Spendenziel bedanken! Maraming salamat!

6.-8.Mai 2016: barkadas auf dem Weite- Wirkt-Festival in Halle

 | 20. Oktober 2016 20:33

Anfang Mai veranstaltete die Evangelische Kirche von Westfalen auf dem Festivalgelände des Gerry Weber Stadions in Halle (Westfalen) das Weite-Wirkt-Festival. Zahlreiche Gäste aus den diversen Partnerkirchenkreisen Westfalens wurden eingeladen, um im Vorfeld des 2017 anstehenden 500-jährigen Reformationsjubiläums die globale Ausprägung dieses Ereignisses zu präsentieren und zu feiern. Zu den unterschiedlichsten Gruppen, die auf der Veranstaltung vertreten waren, zählte natürlich auch barkadas, von denen 10 Mann (auch Frauen) angereist waren.

Mitgebracht nach Halle hatten wir unseren Bildungsparcour, welcher die diversen Hindernisse, wie sie sowohl auf den Philippinen als auch in Deutschland vor dem Erreichen einer guten Schulausbildung auftreten, mithilfe von Leichtathletikhürden visualisierte. Diese kreative Darstellung erzeugte reges Interesse bei den Besuchern an der Bildungssituation auf den Philippinen. Einige versuchten sich auch selbst am Überwinden der Hürden.

Abseits davon war es uns möglich, auch über uns selbst und die Philippinen im Allgemeinen zu informieren. Viele Fragen wurden beantwortet, viele Gespräche geführt und natürlich viel von unserem neuen Infomaterial ausgegeben (besonders schick: kompostierbare barkadas-Kugelschreiber). Somit hoffen wir auch, dass sich vielleicht neue Interessierte bei uns einfinden werden. Alle Teilnehmenden hatten auf jeden Fall viel Spaß und empfinden die Aktion aufgrund vieler positiver Rückmeldungen als vollen Erfolg.

Die Kinder auf den Philippinen – Konfirmand / -innen-Tag

 | 30. Mai 2016 16:35

Ich heiße Simon, bin erst seit Anfang dieses Jahres zu barkadas dazu gestoßen und möchte euch von der ersten Aktion, bei der ich mitgeholfen habe, berichten.

Zum achten Mal führte barkadas das Rollenspiel „Die Kinder auf den Philippinen“ im Jakobuszentrum durch. KonfirmandInnen aus den Gemeinden Roxel und Thomas bekamen die Möglichkeit, sich in das Leben eines philippinischen Kindes hineinzuversetzen.

Das Rollenspiel wurde mit einer Traumreise von David eingeleitet. Anschließend wurden die Kinder in drei Gruppen Bauernkinder, Fischerkinder, Lehrerkinder und Straßenkinder aufgeteilt. Da sich natürlich jedes Kind auf den Philippinen in einer anderen Lebenssituation befindet, haben wir als barkadas-Gruppe versucht, die Erfahrung der KonfirmandInnen möglichst differenziert zu gestalten.

Die vier Gruppen konnten in verschiedenen Räumen die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten nachspielen.

Die Lehrerkinder in unserem Spiel stehen für die Kinder aus Akademiker-Haushalten, deren Eltern eine College-Ausbildung genossen haben. Diese Gruppe ist in der Realität auf den Philippinen verhältnismäßig gering. Die Lehrer könne sich in der Regel die Schulbildung ihrer Kinder leisten, weshalb auch in unserem Rollenspiel alle Lehrerkinder zur Schule gegangen sind. Ihr Alltag ähnelte bis auf einige Ausnahmen, wie zum Beispiel einer Flaggenzeremonie zu Beginn des Schultages, sehr stark dem Alltag eines deutschen Kindes. Meriam Salandan ist Lehrerin an einer Schule auf den Philippinen und hat so gemeinsam mit Clemenc und mir die Lehrer- Rolle übernommen.

In der Schule saßen auch jeweils zwei Bauern- und Farmerkinder. Jedoch mussten die vier nach dem Mittagessen die Schule schwänzen. Nicht weil sie keine Lust mehr hatten zur Schule zu gehen, sondern weil sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen müssen.

Diese Kinder haben noch Glück. Einige Farmer und Fischer können sich nämlich das Schulgeld, die Schuluniform und die Materialien nicht leisten. So blieb auch der größte Teil der Fischerkinder und Bauernkinder zu Hause und musste den ganzen Tag arbeiten.

Die Arbeit der Fischerkinder bestand darin, Kokosnüsse zu pflücken, mit einer Machete zu öffnen und das Fleisch zu raspeln. Angeleitet wurde die Arbeit von Andi und André. Das Kokosnusspflücken ist in der Realität wesentlich schwieriger als in unserem Rollenspiel. Die Bäume sind bis 5-6 Meter hoch und als Kletterhilfe gibt es Kerben, die seitlich in die Kokospalme hineingeschnitten sind. Kokosnüsse sind neben Reis und Zuckerrohr ein häufiges Produkt auf den Philippinen.

Die Fischerkinder haben Arbeit von Mavic, Mirja und Caterina bekommen. Sie rösteten Fisch über einem Feuer. Um die Eltern zu entlasten, packen viele Kinder auf den Philippinen stärker mit im Haushalt an als in Deutschland. Sie helfen beispielsweise beim Flicken der Fischernetze, beim Kochen oder auch bei der Erziehung ihrer jüngeren Geschwister.

Auf den Philippinen gibt es in den Großstädten eine sehr große Armut. In Manila verteilen sich die einzelnen Armenviertel über die gesamte Stadt und liegen manchmal ganz nah bei großen Shopping-Malls oder reichen Geschäfts- und Bankenvierteln. Die Kinder, die auf der Straße aufwachsen, sind von extremer Armut betroffen. Viele müssen betteln oder als Straßenhändler ein paar Peso verdienen. Die KonfirmandInnen in der Gruppe Straßenkinder wurden von Jane, David und Johanna aufgeklärt, wie der harte Lebensalltag der Straßenkinder aussieht. Sie putzten Schuhe und verkauften kleine Snacks. Am Ende des Spiels musste die Gruppe sich mit Pappkartons eine regenfeste Unterkunft bauen. Die Unterkunft hielte dem Sturm, der von Jane ausgelöst wurde, nicht Stand.

Nach diesem ereignisreichen Vormittag aßen alle Gruppen gemeinsam. Das philippinische Essen wurde von barkadas und Frau Buzov gekocht. Es gab Manok Adobo, Hühnchen in Sojasoße und Reis. Die KonfirmandInnen durften mit den Händen essen, wie es auf den Philippinen üblich ist, wenn nicht zu Löffel und Gabel gegriffen wird.

Nach dem Mittagessen hielt André Mittelstedt einen Crash-Kurs über die Philippinen ab. Zum Abschluss gab Meriam Salandan noch einen kurzen Tanzkurs in Tinikling für einige mutige und taktsichere KonfirmandInnen, die sich zwischen die Bambusstäbe trauten.

Wir als barkadas-Gruppe hoffen, dass wir mit dieser Aktion den KonfirmandInnen einen Perspektivenwechsel ermöglichen konnten und sie sich der Privilegien, die sie in Deutschland haben, bewusst wurden. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass sie auch Gemeinsamkeiten mit philippinischen Kindern entdecken konnten.

Fiestang Filipino at Aleman – Eine philippinisch-deutsche Fiesta

 | 16:29

Wir luden am 21. Februar alle Münsteraner und Interessierten zu einer philippinisch-deutschen Fiesta im Jakobuszentrum ein. Wir waren begeistert, dass sich über 80 Leute anmeldeten und dass sogar noch mehr (über 130!!) Gäste kamen. Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen Interesse an diesem Event hatten. Es wurde Carinosa, Tinikling, Subli und Pandango sa Ilaw getanzt, philippinische Lieder gesungen und es gab ein unglaublich leckeres philippinisch-deutsches Buffet.
Dazu muss man sagen, dass Fiestas eine große Tradition auf den Philippinen haben. Fiestas sind meistens Stadtfeste mit einem religiösen Rahmen. Meistens spielt ein katholischer Heiliger eine Rolle in den Festen. Es werden aber auch Fiestas zu anderen Anlässen gefeiert wie Geburtstag, Familientreffen, Betriebsausflügen und so weiter.
Auf philippinischen Fiestas gibt es in der Regel eine Show. Es werden Tänze und Theaterstücke präsentiert, Schönheitswettbewerbe abgehalten oder Prozessionen durch den Ort veranstaltet.
Für die Fiesta in Münster wurden zuvor Tanzchoreografien eingeübt. Eine Tanzgruppe aus barkadas-Mitgliedern hatte tagelang (und nächtelang) unter Anleitung von Meriam Salandan den philippinischen Nationaltanz Carinosa und den Tanz Tinikling einstudiert. Carinosa ist ein eleganter Paartanz, der mit dem Umwerben des Tanzpartners um die Tanzpartnerin beginnt, bis diese sein Taschentuch stibitzt und er ihr hinterherläuft.

Tinikling ist ebenfalls ein Tanz, den man zu zweit tanzt. Mit verschiedenen Schritten müssen die Tanzenden zwischen zwei Bambusstäben springen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stöcke im Takt aneinandergeschlagen werden. Die Tanzstunden für Tinikling ersetzten einen Besuch im Fitnessstudio.
Auch eine Tanzgruppe mit Filipinas aus Münster führte einen bezaubernden Tanz auf.
Meriam Salandan konnte selber mit André durch eine spektakuläre „Pandango sa Ilaw“ Tanzeinlage, das Publikum begeistern. Bei diesem Tanz werden Kerzen auf dem Kopf und den Handflächen balanciert.
Eine Gesangseinlage wurde von Jane gegeben, begleitet am Klavier von André. Zusammen präsentierten sie das Lied „Sapagkat ang Diyos ay pag-ibig“.

Für Kultur war also gesorgt. Der wichtigste Teil einer Fiesta ist jedoch das Essen. Das Buffet umfasste Köstlichkeiten aus den Philippinen und Deutschland. Vom Kartoffelsalat und von den Bratwürsten wurde insgesamt weniger gegessen. Kein Wunder, denn es gab philippinische Spezialitäten, wie Afritada (Hühnchen-Gemüse), Lumpia (Frühlingsrollen mit Hackfleisch), Casava-Cake (Kuchen aus der Casava-Wurzel), Suman (süßer klebriger Reis), Empanada (gefüllte Teigtaschen) und vieles mehr.

Das Fest bedeutete zugleich Abschied nehmen von Meriam Salandan und Trelly Marigza, die ans Ende ihrer Deutschlandreise gekommen waren. Pfarrer Mustroph gab ihnen einige Worte mit auf den Weg.

Zum Abschluss der Fiesta wurde ein Partyspiel veranstaltet, bei dem Gäste gegeneinander auf Zeit eine Kokosnuss knackten und das Kokosfleisch raspelten.
Gegen Mitternacht ging dieses aufregende Fest, das ein Stück philippinisches Lebensgefühl nach Deutschland brachte, zu Ende.