barkadas-Wochenende 2017

 | 25. Oktober 2017 15:02

Vom 20. – 22.10.2017 haben wir bereits zum sechsten Mal ein barkadas-Wochenende durchgeführt. In diesem Jahr ging es, wie in dem vergangenen, in die Jugendherberge Tecklenburg.

Jedes barkadas-Wochenende widmet sich einem besonderen Thema. Das Organisationsteam hat dieses Jahr ein spannendes Programm zum Thema Teambuilding vorbereitet. Neben erlebnispädagogischen Einheiten haben wir u.a. angefangen ein barkadas-Lied zu entwickeln.

Nebenbei haben sich Aktionsideen für das kommende Jahr ergeben und mit dem gemeinsamen, frisch gestärkten Teamspirit freuen wir uns auf die nächsten Aktionen.

Ein kleiner Tipp: Schaut ins Programm des Katholikentages 2018 in Münster. Dort sind wir auch mit einem spannenden Workshop vertreten.

 

Weltgebetstag der Frauen 2017 – „Am I beeing unfair to you?“

 | 18. April 2017 13:34

© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

Auch barkadas war beim Weltgebetstag dabei und besuchte die Gemeinde Olfen und die Andreas-Gemeinde. Mit Infoständen und Tanzvorführungen wurde den Gemeindemitgliedern die Philippinen ein Stückchen nähergebracht. Mirja, Eva, Michael und Maurice führten in Olfen den Tanz Tinikling auf, bei dem sich zwei Tanzende leichtfüßig über zwei Bambusstöcke bewegen. Die Bambusstöcke werden dabei aneinandergeschlagen.

Bei dem Gottesdienst in der Andreas-Gemeinde waren wir mit Jane, Tina, David, und Simon vertreten. Im Anschluss an den Gottesdienst führten Jane und Simon den philippinischen Nationaltanz „Carinosa“ vor. Beim anschließenden Kaffeetrinken wurde noch weiter über die Philippinen diskutiert und wer wollte konnte sich an dem barkadas-Stand über die Arbeit unserer Gruppe informieren. Dort legten wir typische philippinische Alltagsgegenstände und Spiele aus. Wir waren sehr erfreut über das rege Interesse.

Wir sind glücklich, ein Teil dieses besonderen globalen Ereignisses zu sein und hoffen, das Bewusstsein der Gottesdienstteilnehmerinnen darin geschärft zu haben, dass unser Handeln in Deutschland Folgen für die Frauen und Männer auf den Philippinen hat.

Der diesjährige Weltgebetstag der Frauen wurde von philippinischen Christinnen organisiert. Unter dem Motto „Behandel ich dich ungerecht?“ wurden weltweit ökumenische Gottesdienste abgehalten und auf die Rechte von Frauen aufmerksam gemacht. Besonders den Filipinas, die im Ausland arbeiten, werden immer wieder ihre Rechten verwehrt und sie müssen unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten und leben. Um ein Zeichen gegen diese Ungerechtigkeit zu setzten wurde weltweit gemeinsam gebetet, gesunden und getanzt.

 

Herbstmarkt in der Epiphaniaskirche: ein tänzerisches Dankeschön

 | 15. November 2016 18:59

Am Sonntag, den 06.11.2016, war es soweit. Nach einem img_0973
stimmungsvollen Gottesdienst von Herrn Pfarrer Winkelmeyer wurde der diesjährige Herbstmarkt in der Epiphaniaskirche (zugehörig zur Erlöserkirchengemeinde Münster) feierlich eröffnet. Ob groß oder klein, jung oder alt – ein bunter Basar erwartete jeden Besucher mit verschiedensten, interessanten Angeboten, denen allen eines gemein war: sie alle wurden von Gemeindemitgliedern im Vorfeld gespendet. Selbstgemachte Marmeladen und Konfitüren, eigens gefertigte Handarbeiten oder alte, aber dennoch schöne Schmuckstücke zierten die zahlreichen Verkaufsstände, kreierten das lebhafte und farbenprächtige Bild im Gemeindehaus und standen zum Erwerb bereit. Für alle Liebhaber von Überraschungen galten die „Wundertüten“ als Pflichtkauf und auch diejenigen, die bereits frühzeitig ihre Weihnachtsgeschenke zu kaufen gedachten, fanden mit ihnen ihren Kauf des Tages. Wer auf der Suche nach Büchern war, wurde ebenso beglückt, und für das leibliche Wohl wurde mit köstlichen Grillwürsten oder Kaffee und Kuchen gesorgt.

Das Besondere an allen Käufen aber war, dass sie eines gemeinsam hatten: jeder von ihnen half, die Welt an verschiedensten Orten – sowohl nah als auch fern –, zu einer besseren zu machen. Mitunter ging ein Viertel des Reinerlöses an die von uns unterstützten Projekte auf den Philippinen, so dass dieser Nachmittag selbst auf der

anderen Seite der Erdkugel spürbar werden sollte. In Dankbarkeit für die Auswahl unserer Projekte als Spendenziel nahmen wir daher ebenso mit einem kleinen Stand am Herbstmarkt teil, um uns und unsere Arbeit näher vorzustellen aber allem voran um uns persönlich für die Unterstützung zu bedanken.

fullsizerender Doch wir als barkadas trugen unseren Teil zu dem facettenreichen Markt noch anders bei und drückten unser Dankgefühl in einer weiteren Weise aus, und zwar ganz sportlich! Mit einer kleinen Tinikling-Vorführung erheiterten wir die Besucher in der Epiphaniaskirche und brachten ihnen ein Stück philippinischer Kultur näher. Im Nachhinein galt es dann für alle Wagemutigen, die Chance zu ergreifen, die Grundschritte des Nationaltanzes der Philippinen zu erlernen – doch Vorsicht! Ein Schritt daneben und ehe man sich versah, konnte sich ein Fuß zwischen zwei Bambusstangen eingeklemmt sehen. Zu unser aller Freude blieb jedem Freiwilligen dieses Schicksal erspart und alle tapferen Tanzschüler meisterten ihre erste philippinische Tanzstunde mit Bravour! img_0969

Insgesamt gestaltete sich der Herbstmarkt als eine herzliche Begegnung vieler Menschen und es war uns eine große Freude an dieser teilhaben zu dürfen. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich für die Auswahl unserer Projekte als Spendenziel bedanken! Maraming salamat!

6.-8.Mai 2016: barkadas auf dem Weite- Wirkt-Festival in Halle

 | 20. Oktober 2016 20:33

Anfang Mai veranstaltete die Evangelische Kirche von Westfalen auf dem Festivalgelände des Gerry Weber Stadions in Halle (Westfalen) das Weite-Wirkt-Festival. Zahlreiche Gäste aus den diversen Partnerkirchenkreisen Westfalens wurden eingeladen, um im Vorfeld des 2017 anstehenden 500-jährigen Reformationsjubiläums die globale Ausprägung dieses Ereignisses zu präsentieren und zu feiern. Zu den unterschiedlichsten Gruppen, die auf der Veranstaltung vertreten waren, zählte natürlich auch barkadas, von denen 10 Mann (auch Frauen) angereist waren.

Mitgebracht nach Halle hatten wir unseren Bildungsparcour, welcher die diversen Hindernisse, wie sie sowohl auf den Philippinen als auch in Deutschland vor dem Erreichen einer guten Schulausbildung auftreten, mithilfe von Leichtathletikhürden visualisierte. Diese kreative Darstellung erzeugte reges Interesse bei den Besuchern an der Bildungssituation auf den Philippinen. Einige versuchten sich auch selbst am Überwinden der Hürden.

Abseits davon war es uns möglich, auch über uns selbst und die Philippinen im Allgemeinen zu informieren. Viele Fragen wurden beantwortet, viele Gespräche geführt und natürlich viel von unserem neuen Infomaterial ausgegeben (besonders schick: kompostierbare barkadas-Kugelschreiber). Somit hoffen wir auch, dass sich vielleicht neue Interessierte bei uns einfinden werden. Alle Teilnehmenden hatten auf jeden Fall viel Spaß und empfinden die Aktion aufgrund vieler positiver Rückmeldungen als vollen Erfolg.

Die Kinder auf den Philippinen – Konfirmand / -innen-Tag

 | 30. Mai 2016 16:35

Ich heiße Simon, bin erst seit Anfang dieses Jahres zu barkadas dazu gestoßen und möchte euch von der ersten Aktion, bei der ich mitgeholfen habe, berichten.

Zum achten Mal führte barkadas das Rollenspiel „Die Kinder auf den Philippinen“ im Jakobuszentrum durch. KonfirmandInnen aus den Gemeinden Roxel und Thomas bekamen die Möglichkeit, sich in das Leben eines philippinischen Kindes hineinzuversetzen.

Das Rollenspiel wurde mit einer Traumreise von David eingeleitet. Anschließend wurden die Kinder in drei Gruppen Bauernkinder, Fischerkinder, Lehrerkinder und Straßenkinder aufgeteilt. Da sich natürlich jedes Kind auf den Philippinen in einer anderen Lebenssituation befindet, haben wir als barkadas-Gruppe versucht, die Erfahrung der KonfirmandInnen möglichst differenziert zu gestalten.

Die vier Gruppen konnten in verschiedenen Räumen die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten nachspielen.

Die Lehrerkinder in unserem Spiel stehen für die Kinder aus Akademiker-Haushalten, deren Eltern eine College-Ausbildung genossen haben. Diese Gruppe ist in der Realität auf den Philippinen verhältnismäßig gering. Die Lehrer könne sich in der Regel die Schulbildung ihrer Kinder leisten, weshalb auch in unserem Rollenspiel alle Lehrerkinder zur Schule gegangen sind. Ihr Alltag ähnelte bis auf einige Ausnahmen, wie zum Beispiel einer Flaggenzeremonie zu Beginn des Schultages, sehr stark dem Alltag eines deutschen Kindes. Meriam Salandan ist Lehrerin an einer Schule auf den Philippinen und hat so gemeinsam mit Clemenc und mir die Lehrer- Rolle übernommen.

In der Schule saßen auch jeweils zwei Bauern- und Farmerkinder. Jedoch mussten die vier nach dem Mittagessen die Schule schwänzen. Nicht weil sie keine Lust mehr hatten zur Schule zu gehen, sondern weil sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen müssen.

Diese Kinder haben noch Glück. Einige Farmer und Fischer können sich nämlich das Schulgeld, die Schuluniform und die Materialien nicht leisten. So blieb auch der größte Teil der Fischerkinder und Bauernkinder zu Hause und musste den ganzen Tag arbeiten.

Die Arbeit der Fischerkinder bestand darin, Kokosnüsse zu pflücken, mit einer Machete zu öffnen und das Fleisch zu raspeln. Angeleitet wurde die Arbeit von Andi und André. Das Kokosnusspflücken ist in der Realität wesentlich schwieriger als in unserem Rollenspiel. Die Bäume sind bis 5-6 Meter hoch und als Kletterhilfe gibt es Kerben, die seitlich in die Kokospalme hineingeschnitten sind. Kokosnüsse sind neben Reis und Zuckerrohr ein häufiges Produkt auf den Philippinen.

Die Fischerkinder haben Arbeit von Mavic, Mirja und Caterina bekommen. Sie rösteten Fisch über einem Feuer. Um die Eltern zu entlasten, packen viele Kinder auf den Philippinen stärker mit im Haushalt an als in Deutschland. Sie helfen beispielsweise beim Flicken der Fischernetze, beim Kochen oder auch bei der Erziehung ihrer jüngeren Geschwister.

Auf den Philippinen gibt es in den Großstädten eine sehr große Armut. In Manila verteilen sich die einzelnen Armenviertel über die gesamte Stadt und liegen manchmal ganz nah bei großen Shopping-Malls oder reichen Geschäfts- und Bankenvierteln. Die Kinder, die auf der Straße aufwachsen, sind von extremer Armut betroffen. Viele müssen betteln oder als Straßenhändler ein paar Peso verdienen. Die KonfirmandInnen in der Gruppe Straßenkinder wurden von Jane, David und Johanna aufgeklärt, wie der harte Lebensalltag der Straßenkinder aussieht. Sie putzten Schuhe und verkauften kleine Snacks. Am Ende des Spiels musste die Gruppe sich mit Pappkartons eine regenfeste Unterkunft bauen. Die Unterkunft hielte dem Sturm, der von Jane ausgelöst wurde, nicht Stand.

Nach diesem ereignisreichen Vormittag aßen alle Gruppen gemeinsam. Das philippinische Essen wurde von barkadas und Frau Buzov gekocht. Es gab Manok Adobo, Hühnchen in Sojasoße und Reis. Die KonfirmandInnen durften mit den Händen essen, wie es auf den Philippinen üblich ist, wenn nicht zu Löffel und Gabel gegriffen wird.

Nach dem Mittagessen hielt André Mittelstedt einen Crash-Kurs über die Philippinen ab. Zum Abschluss gab Meriam Salandan noch einen kurzen Tanzkurs in Tinikling für einige mutige und taktsichere KonfirmandInnen, die sich zwischen die Bambusstäbe trauten.

Wir als barkadas-Gruppe hoffen, dass wir mit dieser Aktion den KonfirmandInnen einen Perspektivenwechsel ermöglichen konnten und sie sich der Privilegien, die sie in Deutschland haben, bewusst wurden. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass sie auch Gemeinsamkeiten mit philippinischen Kindern entdecken konnten.

Fiestang Filipino at Aleman – Eine philippinisch-deutsche Fiesta

 | 16:29

Wir luden am 21. Februar alle Münsteraner und Interessierten zu einer philippinisch-deutschen Fiesta im Jakobuszentrum ein. Wir waren begeistert, dass sich über 80 Leute anmeldeten und dass sogar noch mehr (über 130!!) Gäste kamen. Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen Interesse an diesem Event hatten. Es wurde Carinosa, Tinikling, Subli und Pandango sa Ilaw getanzt, philippinische Lieder gesungen und es gab ein unglaublich leckeres philippinisch-deutsches Buffet.
Dazu muss man sagen, dass Fiestas eine große Tradition auf den Philippinen haben. Fiestas sind meistens Stadtfeste mit einem religiösen Rahmen. Meistens spielt ein katholischer Heiliger eine Rolle in den Festen. Es werden aber auch Fiestas zu anderen Anlässen gefeiert wie Geburtstag, Familientreffen, Betriebsausflügen und so weiter.
Auf philippinischen Fiestas gibt es in der Regel eine Show. Es werden Tänze und Theaterstücke präsentiert, Schönheitswettbewerbe abgehalten oder Prozessionen durch den Ort veranstaltet.
Für die Fiesta in Münster wurden zuvor Tanzchoreografien eingeübt. Eine Tanzgruppe aus barkadas-Mitgliedern hatte tagelang (und nächtelang) unter Anleitung von Meriam Salandan den philippinischen Nationaltanz Carinosa und den Tanz Tinikling einstudiert. Carinosa ist ein eleganter Paartanz, der mit dem Umwerben des Tanzpartners um die Tanzpartnerin beginnt, bis diese sein Taschentuch stibitzt und er ihr hinterherläuft.

Tinikling ist ebenfalls ein Tanz, den man zu zweit tanzt. Mit verschiedenen Schritten müssen die Tanzenden zwischen zwei Bambusstäben springen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stöcke im Takt aneinandergeschlagen werden. Die Tanzstunden für Tinikling ersetzten einen Besuch im Fitnessstudio.
Auch eine Tanzgruppe mit Filipinas aus Münster führte einen bezaubernden Tanz auf.
Meriam Salandan konnte selber mit André durch eine spektakuläre „Pandango sa Ilaw“ Tanzeinlage, das Publikum begeistern. Bei diesem Tanz werden Kerzen auf dem Kopf und den Handflächen balanciert.
Eine Gesangseinlage wurde von Jane gegeben, begleitet am Klavier von André. Zusammen präsentierten sie das Lied „Sapagkat ang Diyos ay pag-ibig“.

Für Kultur war also gesorgt. Der wichtigste Teil einer Fiesta ist jedoch das Essen. Das Buffet umfasste Köstlichkeiten aus den Philippinen und Deutschland. Vom Kartoffelsalat und von den Bratwürsten wurde insgesamt weniger gegessen. Kein Wunder, denn es gab philippinische Spezialitäten, wie Afritada (Hühnchen-Gemüse), Lumpia (Frühlingsrollen mit Hackfleisch), Casava-Cake (Kuchen aus der Casava-Wurzel), Suman (süßer klebriger Reis), Empanada (gefüllte Teigtaschen) und vieles mehr.

Das Fest bedeutete zugleich Abschied nehmen von Meriam Salandan und Trelly Marigza, die ans Ende ihrer Deutschlandreise gekommen waren. Pfarrer Mustroph gab ihnen einige Worte mit auf den Weg.

Zum Abschluss der Fiesta wurde ein Partyspiel veranstaltet, bei dem Gäste gegeneinander auf Zeit eine Kokosnuss knackten und das Kokosfleisch raspelten.
Gegen Mitternacht ging dieses aufregende Fest, das ein Stück philippinisches Lebensgefühl nach Deutschland brachte, zu Ende.

Weite wirkt – Was Partnerschaft bedeutet: Kunstausstellungseröffnung in der Apostelkirche

 | 20. April 2016 11:11


Am 12. Februar 2016 wurde die Kunstausstellung zeitgenössischer Werke „Weite wirkt – Die Welt mit den Augen der Anderen entdecken.“ von Künstlerinnen und Künstlern aus den Partnerländern – Namibia, Simbabwe und den Philippinen – der evangelischen Kirchenkreise im Münsterland in der Apostelkirche eröffnet. Als besondere Gäste und auch mit Kunst beitragend waren zur Eröffnungsfeier und der weiteren Veranstaltungsreihe von den Philippinen angereist: Trelly Marigza und Meriam Salandanan als Vertreter der United Church of Christ in the Philippines. Barkadas unterstütze den Aufbau der Festivitäten und lud mit einem exotischen Buffet philippinischen Finger-Foods und Säften zu direktem Partnerschaftskontakt ein.

„Die Welt mit den Augen der Anderen entdecken.“ Ein Motto, welches viel Raum für Fantasie und Fantastereien lässt. Doch gleich was man mit dem anderen Paar Augen sieht, bedeutet es stets einen Perspektivenwechsel, ein Ablegen der eigenen Denkweise, ein sich Einlassen auf das Fremde und Unbekannte.

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Unter diesem Motto wurde die Kunstausstellung zeitgenössischer Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus den Partnerländern – Namibia, Simbabwe und den Philippinen – der evangelischen Kirchenkreise im Münsterland in der Apostelkirche am 12. Februar 2016 eröffnet. Die kreative Reise in die Weite, ausgestaltet in Form von 200 Exponaten, darunter Skulpturen, Schnitzereien und Gemälde, die allesamt ihre eigene Geschichte erzählen, stand dabei im Rahmen der Reformationsdekade der Evangelischen Kirche in Deutschland und richtete ein Jahr vor dem 500. Reformationsjubiläum 2017 mit dem Themenjahr „Reformation und die Eine Welt“ die Aufmerksamkeit auf die Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Ausstellung stellte dabei lediglich eine der vielen Ebenen dar, auf denen in den Folgewochen die Thematik in Form von Vorträgen, Workshops für Kinder und Erwachsene, Tanz, Jugendveranstaltungen und einer gemeinsamen Feier noch weiter und intensiver behandelt werden sollte und lieferte einen gestandenen Auftakt für die gesamte Reihe.

In der heutigen, globalisierten Welt ist Partnerschaft zwar ein unumgängliches und allerorts anzutreffendes Thema, Weite spürbar – oder so paradox es klingen mag – nah zu erfahren  allerdings ein gänzlich anderes. Die Kunstwerke aus den verschiedenen Partnerländern schafften jedoch genau dies, indem sie Möglichkeiten und Grenzen, Hoffnungen und Offenbarungen als auch Errungenschaften und Probleme ihrer Länder besonders im Bezug auf die Partnerschaft künstlerisch aber dennoch vor dem Spiegel der Realität zum Ausdruck brachten, den Betrachter zur persönlichen Erkundung einladend und zum Nachdenken anregend – und das mit den Augen eines Anderen.

Noch spürbarer und eindrucksvoller wurden diese spannenden Momente von Weite vor allem durch die Tatsache, dass im Rahmen der Veranstaltungsreihe Gäste aus den Philippinen angereist waren. Trelly Marigza, P1160859Menschenrechtsaktivistin und Ehefrau des Generalsekretärs der United Church of Christ in  the Philippines (UCCP) Bischof Reuel Marigza, und Meriam Salandanan, Tanzlehrerin und  Präsidentin der Frauenorganisation der UCCP, hauchten der bereits bunten und lebhaften  Auseinandersetzung mit der Gedankenwelt eines Partnerlandes vom anderen Ende der  Weltkugel noch mehr Leben ein, als sie den knapp 100 Besuchern der Ausstellungseröffnung  von ihren persönlichen Erfahrungen, den Hintergründen ihrer Arbeit und ihren Zielen,  Visionen und Träumen erzählten und sie anschließend in ihre Herzen einluden: Trelly Marigza mit einer Vorstellung ihrer Malbücher für Erwachsene zur Maltherapie bei Stress oder nach  belastenden Situationen und Meriam Salandanan mit traditionellen Tänzen, darunter  „Binasuan“, einem Volkstanz, bei dem mit Wein gefüllten Gläsern in beiden Händen und auf dem Kopf zu traditioneller, philippinischer Musik getanzt wird. Die beiden Damen, deren herzliches Lächeln einen unmittelbar anzustecken wusste, wuchsen einem sogleich ans Herz.

Nach den Grußworten und allen weiteren offiziellen Programmpunkten sollte das leibliche Wohl im Rahmen der Ausstellungseröffnung allerdings auch nicht zu kurz kommen, haben wir von barkadas ein kleines Buffet zur Stärkung aufgebaut und diverse Köstlichkeiten von den Philippinen beginnend bei einem genussvollen Mangococktail über bunte Reismuffins bis hin zu kleinen schmackhaften Frühlingsrollen angeboten, die Entdeckungsreise zwischen den Kunstwerken oder das Gespräch mit anderen interessierten Besuchern abrundend und versüßend. Vorher auch schon tatkräftig am Werk rahmten wir die Bilder für die vierwöchige Ausstellung im Vorfeld ein. Der Nachmittag lud so gesehen ein, mit allen Sinnen zu erleben, was Partnerschaft bedeutet, und auf mehreren Ebenen einer kulturellen Reise dessen Reichtum zu erfahren.

Denn letzten Endes sollte eines an diesem Tag und den erfahrungsreichen, darauffolgenden Wochen für jeden spürbar werden: Weite wirkt.

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barkadas begrüßt Pilgernde der Klimagerechtigkeit auf ihrem Weg nach Paris

 | 13. November 2015 13:16
Auf ihrem Weg von Flensburg über Trier nach Paris machten die ökumenischen Pilgernden, die das Bewusstsein für Klimagerechtigkeit stärken wollen, am 16. Oktober 2015 auch in Münster halt. Entlang des Weges werden Workshops und politische Aktionen durchgeführt. Ziel ist die UN-Klimakonferenz in Paris (30. November bis 11. Dezember 2015), auf der Sie sich zusammen mit Aktivisten für ein neues internationales Klimaabkommen stark machen. Lena_Pilger_MS_2015
Zusammen mit anderen christlichen Entwicklungsdiensten, Verbänden, Jugendgruppen und Missionswerken begrüßten barkadas die Pilgernden in Münster auf dem Prinzipalmarkt vor dem Rathaus. Detailliertere Informationen zur Pilgeraktion sind unter „http://www.klimapilgern.de/ “ zu finden.

barkadas wünscht den Pilgernden auf ihrer Mission für Klimagerechtigkeit viel Erfolg!

Jugendbegegnung 2016 auf den Philippinen / Youthcamp 2016

 | 15. Juni 2015 21:37

vorderseite_werbung_yc16Nach dem Youthcamp 2013 in Deutschland, ist es im Sommer 2016 an der Zeit, GEMEINSAM mit unserem Partnerkirchenkreis der South Bicol Conference auf den Philippinen, die nächste Jugendbegegnung auf den Philippinen in Legazpi City durchzuführen. Barkadas unterstützt den Evangelischen Kirchenkreis Münster bei den Vorbereitungen zu diesem Youthcamp. Du bist zwischen 18 und 26 Jahren jung? Du hast Interesse? Und möchtest mehr Erfahren? Dann melde Dich bei UNS (info@barkadas.de) oder bei Pfarrer Martin Mustroph (Ev. Kirchenkreis Münster, Beckstr. 23, 48151 Münster)

– Mitte bis Ende Oktober 2015 findet der erste unverbindliche Informationsabend mit Euch statt –

rueckseite_werbung_yc16(bitte anklicken)

 

Wir feuen uns auf Dich!

*** Plätze für das Youthcamp 2016 sind bereits vergeben ***

Wenn Du es schon jetzt nicht mehr abwarten kannst auf Informationen zu warten, dann schaue Dir doch einfach die Artikel der letzten Jugendbegenungen an. Zu den Seiten der Jugendbegegnungen

Bildung? Hürden? Unterschiede? – barkadas informiert!

 | 7. Februar 2015 10:02

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Es ist der 7. Februar 2015, der Jahreszeit entsprechend kalt und barkadas  trifft sich auf dem Platz der Lambertikirche. Denn heute ist der Tag, an dem der Bildungshürdenlauf stattfinden soll. Ein Bildungshürdenlauf? Das ist erst einmal nichts womit man etwas anfangen kann. Was dahinter steckt ist Folgendes: Durch das Projekt School on the street war das Thema Bildung schon lange ein Thema mit dem sich barkadas viel beschäftigt. Als der Beschluss stand, dass barkadas sich noch einmal näher mit Menschenrechten auseinander setzten möchte, lag es nahe sich erst einmal mit Artikel 26 – dem Recht auf Bildung – zu beschäftigen, ein Menschenrecht das gerade im Vergleich mit anderen Rechten leicht in den Hintergrund rückt und übergangen wird. Unser Ziel war klar: Wir wollten Münsters Passanten Informieren und zum Nachdenken anregen.Wie aber gewinnt man die Aufmerksamkeit von Passanten, die besseres zu tun haben als sich auf dem Weg zwischen einem Geschäft und dem nächsten Vorträge in der Kälte anzuhören? Wie verdeutlicht man, die Unterschiedlichen Schwierigkeiten, die in verschiedenen Ländern überwunden werden müssen bis ein Schulabschluss erreicht werden kann? Mit Bewegung, etwas zum selber machen, selber ausprobieren, mit einem Hürdenlauf. Und in unserem Fall eben einem Bildungshürdenlauf.Nachdem die Idee gefunden, der Parcours entwickelt und alles Organisatorische geklärt wurde, dauert es nicht lange bis trotz steifer Finger und Wind der Pavillon, die Infotafeln zu den Philippinen und natürlich der Pacours aufgebaut sind: Es gibt zwei verschiedene Parcours – einen für die Philippinen und einen für Deutschland. Dabei soll auf die unterschiedlichen Schwierigkeiten im Bildungssystem der beiden Länder aufmerksam gemacht werden. Der Parcours beginnt in beiden Ländern mit der Einschulung und führt über verschiedene Hürden bis zum Abschluss. Dabei können die Hürden sehr unterschiedlich sein. Sie reichen von fehlender Motivation über die Einordnung in verschiedene Schulformen bis hin zu Sprachbarrieren, fehlenden Geburtsurkunden und mangelndem Geld. Jede Hürde ist dabei mit einem kleinen Infotext zum jeweiligen Problem ausgestattet, um weitergehende Informationen zu vermitteln.

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Zusätzlich zu diesen Informationen steht barkadas mit am Rand und feuert an. Natürlich werden anschließend auch Fragen zum Parcours, zu barkadas oder zu den Philippinen beantwortet und diskutiert.Unser Ziel die Passanten zum Nachdenken an zu regen lässt sich aufgrund der vielen interessanten Gespräche als erfüllt betrachten und nicht selten kam am Ende eines Gesprächs die Frage: „Wo kann ich spenden?“