School on the Street – der Hintergrund

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Auf den Philippinen gehen Millionen Kinder nicht zur Schule.

Das Schulgeld ist zu teuer, oder die Eltern der Kinder können sich die Schuluniform, Bücher, Hefte und Stifte nicht leisten. Außerdem müssen die Kinder auch zum Familieneinkommen beitragen, in dem sie arbeiten gehen, ob im Straßenverkauf, als Schuhputzer, im Bergwerk, auf dem Feld etc. Obdachlosen Straßenkindern fehlt ohnehin jegliche Bildungschance, weil sie nach Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen häufig ganz auf sich allein gestellt, versuchen müssen, im harten Alltag des Großstadtdschungels zu überleben. Manche sammeln Müll, andere betteln, stehlen oder prostituieren sich. Klebstoff und andere billige Drogen betäuben oftmals das Elend. Eine Kindheit sollte jedoch ganz anders aussehen!

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Auch Mike und seine Freunde können keine Schule besuchen.

In Manila gibt es eine rollende Schule. Selbst arm aufgewachsen, hatte der Lehrer und Sozialarbeiter Efren Peñaflorida vor einigen Jahren eine großartige Idee: Warum sollte er nicht ein Gefährt basteln, mit dem er Schulmaterial transportieren kann und von einem der etlichen Slums der Hauptstadt in einen anderen ziehen kann? Er machte sich an die Arbeit und das „Pushcart“, eine Art Handkarren, entstand, mit dem er viele Kinder in den Armutsvierteln aufsucht und ihnen die Chance gibt, wenigstens eine Basisausbildung in Lesen, Schreiben und Rechnen, zu bekommen. Zum Gepäck des rollenden Klassenzimmers gehört aber nicht nur eine Tafel, Bücher und dergleichen, sondern auch ein Erste-Hilfe-Kasten, weil viele Kinder mit frischen Wunden und Verletzungen zum Unterricht kommen.

Natürlich ist eine solche „Straßen-Schule“ nur ein Ansatz und ersetzt keine richtige Schulausbildung. Aber sie kann eben ein Anfangspunkt sein und den Kindern einen Weg zurück in das „ordentliche“ Schulsystem ebnen! Zudem geht es nicht allein um die nackte Wissensvermittlung, sondern genauso darum, den Kindern, die bisher keine Kindheit hatten, mittels Spiel und anderen pädagogischen Aktionen ein wenig Freude und Entspannung zu bieten. Gleichfalls sollen sie durch das kennen lernen von sozialen Werten und Kompetenzen Gewalt verlernen, Selbstvertrauen gewinnen und sich von den Drogen abwenden. Die Erfahrungen in Manila zeigen, dass etliche „Handkarren-Schüler“ später sogar selbst Lehrer oder Lehrerinnen werden!

Die Idee von Peñafloridas Bildungskarawane sollte sich ausbreiten! Alle Kinder verdienen eine Schulbildung! Aus diesem Grund möchte barkadas in diesem Jahr Gelder für ein solches Projekt in der Partnerregion sammeln. Das gesammelte Spendengeld soll dann in die Investition von Handkarren, des Lernmaterials und wenigstens einer warmen Mahlzeit für die freiwilligen Unterrichtenden gehen.

Wir bitten um Unterstützung!

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