Youthcamp 2013

12. Juli 2013: Alle warten gespannt auf die Ankunft der philippinischen Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener, die in diesem Jahr knapp drei Wochen gemeinsam mit ihren deutschen Partnern die Partnerschaft zwischen der South Bicol Conference und dem Ev. Kirchenkreis Münster hautnah erleben wollten.

Noch wenige Tage zuvor bangten alle Teilnehmer und Organisatoren dieser Jugendbegegnung, ob sie überhaupt stattfinden konnte. Denn wieder einmal stand der pünktliche Ankunftstermin der philippinischen Gruppe auf Messers Schneide, da es wieder einmal Probleme mit der Aufenthaltserlaubnis gab. Letztendlich kam sie jedoch wie erwartet und die Jugendbegegnung konnte starten!

Damit die Filipinos sich schnell eingewöhnen konnten, übernachteten wir alle zusammen im Gemeindehaus. So lernten wir uns gleichzeitig kennen. Am ersten Tag bekam jeder einen „Buddy“ zugeteilt, eine Art Ansprechpartner für die gemeinsame Zeit. Ganz im Zeichen der Partnerschaft sind die Buddies füreinander verantwortlich. Wenn der Filipino Fragen oder Probleme hatte, konnte er sich stets vertrauensvoll an seinen Buddy wenden, und umgekehrt.

Für die nächsten Tage standen einige Programmpunkte wie zum Beispiel eine Stadtführung mit Besichtigung des Doms an. Aber besonders das Besteigen des Lambertiturms war ein Highlight des Programms, sogar für die Münsteraner. Die Stadt stellte einen großen Kontrast zum Heimatort der Filipinos dar. Beispielsweise wurden sie mit dem für die Stadt typischen Gefährt, dem Drahtesel, konfrontiert, was vielen aber schon nach kurzer Zeit viel Spaß bereitete.

Im Mittelpunkt der Jugendbegegnung stand der Austausch zwischen unseren Kulturen und die Auseinandersetzung mit dem Klima, vor allem dem Klimawandel, seinen Ursachen und Folgen. Deshalb war unser diesjähriges Motto „Climate of Justice“. Unser Programm war mit zahlreichen Vorträgen, Museumsbesuchen und Aktivitäten bestückt, wie das Kochen mit einem Solarkocher oder der Besuch eines Bio-Bauernhofes.

Um den Filipinos auch einen Einblick in unsere Kultur zu bieten, besuchten wir die für das Münsterland typischen Schlösser Nordkirchen und Vischering. Auch für die deutschen Teilnehmer eine besondere Erfahrung war der Besuch in einem Kinderheim.

Außerdem war ein Aufenthalt in den Familien der deutschen Buddies vorgesehen. Daher übernachteten wir für ein Wochenende gemeinsam mit unseren Buddies zu Hause in unseren Familien. Das Programm in dieser Zeit konnten wir selbst gestalten. Hier lernten wir weitere Unterschiede zwischen unseren Kulturen kennen.

Am letzten gemeinsamen Wochenende stand uns noch ein weiteres Highlight unseres Programms bevor: Am Freitag vor den Sommerferien, nachdem die deutschen Schüler ihre Zeugnisse abgeholt hatten, ging es mit zwei vollbepackten Bullis nach Bremen und Bremerhaven.

Dort erlebten wir eine Stadtführung und das Klimahaus. Neben den neu gewonnenen Einblicken haben wir dort auch das Nachtleben genießen dürfen. Genau an diesem Wochenende feierte der Bremer Europahafen, in dem längst keine großen Schiffe mehr abgefertigt werden, seinen 125. Geburtstag, sodass es ein großes Fest mit Freilichtbühne und Live-Musik gab. Die Musik und der Tanz brachte unsere Gruppe noch ein Stück näher und stärkte die Beziehung zwischen den Filipinos und den Deutschen, aber auch intranational.

Zurück in Münster ging unser Programm weiter und die Filipinos wurden auf eine harte Probe gestellt: eine Radtour durch die Rieselfelder! Bevor wir bei 30 Grad im Schatten losfuhren, konnten wir uns im Freibad Coburg erfrischen. Weitere Programmpunkte folgten; wie eine gemeinsame Kanutour, bei der es wieder darum ging, gemeinsam stark zu sein; auf dem Wasser und beim Tragen der Kanus an Land.

Zum Abschied veranstalteten wir ein großes Fest in unserem Gemeindehaus. Insgesamt haben wir viel miteinander erlebt, gelernt und erfahren und neue Freundschaften geschlossen.

Meinungen der Teilnehmer:

„Die Jugendbegegnung war eine tolle und erlebnisreiche Erfahrung! Ich habe viel über die Philippinen und deren Kultur gelernt und neue Freunde gefunden, auch unter den deutschen Teilnehmern. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Wochenende in Bremen.“ – Hannah

„Das Youthcamp war eine tolle Erfahrung! Die Filipinos waren wirklich sehr offen und freundlich. Manchmal fand ich es erschreckend und etwas beschämend, als mir klar wurde, in welchem materiellen Überfluss wir leben, wie selbstverständlich dieser für uns ist und wie wenig wir das würdigen.“ – Clemens

Ein Erfahrungsbericht von Marie und Maria.

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