Fiestang Filipino at Aleman – Eine philippinisch-deutsche Fiesta

 | 30. Mai 2016 16:29

Wir luden am 21. Februar alle Münsteraner und Interessierten zu einer philippinisch-deutschen Fiesta im Jakobuszentrum ein. Wir waren begeistert, dass sich über 80 Leute anmeldeten und dass sogar noch mehr (über 130!!) Gäste kamen. Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen Interesse an diesem Event hatten. Es wurde Carinosa, Tinikling, Subli und Pandango sa Ilaw getanzt, philippinische Lieder gesungen und es gab ein unglaublich leckeres philippinisch-deutsches Buffet.
Dazu muss man sagen, dass Fiestas eine große Tradition auf den Philippinen haben. Fiestas sind meistens Stadtfeste mit einem religiösen Rahmen. Meistens spielt ein katholischer Heiliger eine Rolle in den Festen. Es werden aber auch Fiestas zu anderen Anlässen gefeiert wie Geburtstag, Familientreffen, Betriebsausflügen und so weiter.
Auf philippinischen Fiestas gibt es in der Regel eine Show. Es werden Tänze und Theaterstücke präsentiert, Schönheitswettbewerbe abgehalten oder Prozessionen durch den Ort veranstaltet.
Für die Fiesta in Münster wurden zuvor Tanzchoreografien eingeübt. Eine Tanzgruppe aus barkadas-Mitgliedern hatte tagelang (und nächtelang) unter Anleitung von Meriam Salandan den philippinischen Nationaltanz Carinosa und den Tanz Tinikling einstudiert. Carinosa ist ein eleganter Paartanz, der mit dem Umwerben des Tanzpartners um die Tanzpartnerin beginnt, bis diese sein Taschentuch stibitzt und er ihr hinterherläuft.

Tinikling ist ebenfalls ein Tanz, den man zu zweit tanzt. Mit verschiedenen Schritten müssen die Tanzenden zwischen zwei Bambusstäben springen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stöcke im Takt aneinandergeschlagen werden. Die Tanzstunden für Tinikling ersetzten einen Besuch im Fitnessstudio.
Auch eine Tanzgruppe mit Filipinas aus Münster führte einen bezaubernden Tanz auf.
Meriam Salandan konnte selber mit André durch eine spektakuläre „Pandango sa Ilaw“ Tanzeinlage, das Publikum begeistern. Bei diesem Tanz werden Kerzen auf dem Kopf und den Handflächen balanciert.
Eine Gesangseinlage wurde von Jane gegeben, begleitet am Klavier von André. Zusammen präsentierten sie das Lied „Sapagkat ang Diyos ay pag-ibig“.

Für Kultur war also gesorgt. Der wichtigste Teil einer Fiesta ist jedoch das Essen. Das Buffet umfasste Köstlichkeiten aus den Philippinen und Deutschland. Vom Kartoffelsalat und von den Bratwürsten wurde insgesamt weniger gegessen. Kein Wunder, denn es gab philippinische Spezialitäten, wie Afritada (Hühnchen-Gemüse), Lumpia (Frühlingsrollen mit Hackfleisch), Casava-Cake (Kuchen aus der Casava-Wurzel), Suman (süßer klebriger Reis), Empanada (gefüllte Teigtaschen) und vieles mehr.

Das Fest bedeutete zugleich Abschied nehmen von Meriam Salandan und Trelly Marigza, die ans Ende ihrer Deutschlandreise gekommen waren. Pfarrer Mustroph gab ihnen einige Worte mit auf den Weg.

Zum Abschluss der Fiesta wurde ein Partyspiel veranstaltet, bei dem Gäste gegeneinander auf Zeit eine Kokosnuss knackten und das Kokosfleisch raspelten.
Gegen Mitternacht ging dieses aufregende Fest, das ein Stück philippinisches Lebensgefühl nach Deutschland brachte, zu Ende.

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