Es ist Zeit für eine Fashion Revolution!

 | 14. April 2021 19:43

Vor acht Jahren starben bei dem Einsturz der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch 1133 Näher*innen. Diese schreckliche Tragödie ist in der Modeindustrie kein Einzelfall. Die „Fashion Revolution Week“ soll auf die Missstände der globalen Textilindustrie aufmerksam machen und gleichzeitig durch positive Beispiele zeigen, wie es anders geht!

Zusammen mit vielen Kooperationspartner*innen und den Clean Clothes Lokalgruppen wurden die digitale Veranstaltungen und Beiträge zu den Themen Konsumverhalten, Fair Fashion, Lieferkettengesetz und Umwelt auf die Beine gestellt. Die gesamte Fashion Revolution Week könnt ihr auf Instagram (cleanclothes_ms) verfolgen. Auch bei Facebook, Youtube (Clean Clothes Campaign Münster) und auf der Website (https://cleanclothesmuenster.home.blog/) werdet ihr fündig!

Dabei geht es darum, Bürger*innen aufzuklären, Unternehmen zu mehr Verantwortung zudrängen und die deutsche Regierung dazu aufzurufen, Gesetzte zu verabschieden, die Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Unternehmen verhindern. Wir zeigen uns solidarisch mit den Arbeiter*innen, die unsere Kleidung herstellen und unterstützen ihren Kampf für bessere Arbeitsbedingungen.

barkadas e.V. hat für Euch ein Quiz erstellt. Testet euer Wissen in Sachen Umwelt und sichert euch die Chance auf einen tollen Preis!

Bei diesen weiteren Veranstaltungen könnt ihr live dabei sein:

Montag, 19.04
19:00-20:00 Webinar: Verstehen und Handeln (Fashion Revolution Lepzig/Halle und dem ENS e.V.)

Dienstag, 20.04
18:00 Live Talk: Textilindustrie – von Sklaverei zu Empowerment 
18:30-19:30 Webinar: Die Modebranche in der Corona Krise (hamburg mal fair)
19:30 Digitaler Filmabend – Made in Ethopia (Fairquatschen Köln)

Mittwoch, 21.04
18:30 Talk: Digital Impact Night (Social Business Bar)

Donnerstag, 22.04
15:00-18:00 Jeans Repair Day – bei frau többen in Münster
18:00-19:00 Live Talk: Gender in der Fast-Fashion Industrie und das (Europäische) Lieferkettengesetz (Heinrich-Böll-Stiftung)

Freitag, 23.04
16:00 Live Talk: Feministische Perspektiven auf die Fast Fashion Industrie (asta.ms)
19:30 Online Film und Diskussion: Mode.Macht.Meschen (FRW Darmstadt, Rosa Luxemburg Stiftung) 

Samstag, 24.04
Straßenaktion: Rana Plaza Gedenktag

Der Jahresbericht 2020 ist da

 | 13. April 2021 20:52

Der barkadas e.V. Jahresbericht 2020 ist fertig! Wir blicken auf ein turbulentes und besonderes Jahr 2020 zurück:

  • barkadas e.V.-Wochenende
  • Fashion Revolution Week goes digital
  • Menschenrechte auf den Philippinen
  • und vieles mehr

Neugierig gewordern?

Schreiben Sie uns gerne an (info@barkadas.de) und wir schicken Ihnen den Jahresbericht via E-Mail zu.

Oder werden Sie Mitglied im barkadas-Freundeskreis.

Der Tag der Menschenrechte vor dem Kölner Dom

 | 7. Februar 2021 15:05

© philippinenbuero e.V.

Am Vorabend des Tages der Menschenrechte (10. Dezember) veranstaltete das philippinenbüro vor dem Kölner Dom auf dem Bahnhofsvorplatz eine zweistündige Informations- und Gedenkaktion. Grund dafür sind die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen auf den Philippinen. Nachdem barkadas e.V. in diesem Jahre bereits selbst eine Lichterkette vor der Mün steraner Lambertikirche zum Gedenken an die Opfer von Menschenrechtsverletzungen initiiert hat, war barkadas e.V. auch hier vertreten.

Im Zentrum der aktuellen Gedenkaktion standen sechs Menschen, die während der Amtszeit von Präsident Rodrigo Duterte aufgrund ihres Engagements ermordet wurden: die Umweltschützerin Gloria Capitan, die gegen Kohlekraft demonstriert hatte, der linksgerichtete politischen Aktivist José Reynaldo Porquia, die Menschenrechtsaktivistin Zara Alvarez und der Menschenrechtsanwalt Benjamin Ramos, der Radiojournalist Edmund Sestoso, sowie der Umweltschützer Datu Kaylo Bontolan, der Anführer eines indigenen Volkes.

Mit ausgestellten Fotos, Auszügen aus ihrem Leben und einer Präsentation wurde an die Menschen gedacht. Diese sechs Personen stehen stellvertretend für alle 318 Opfer, die unter Präsident Rodrigo Duterte seit 2016 aufgrund ihres Engagements getötet wurden. Um die Dimension der Ungerechtigkeit aufzuzeigen wurden dutzender Grablichter, die in Form der Zahl 318 aufgestellt waren, entzündet.

Gemeinsam wurde in einer Schweigeminute den Opfern und ihren Angehörigen gedacht. Zusammen erhob sich mittels eines Banners ein weiteres Mal die Stimme, die sich an die philippinische Behörde richtet: Stop the killings in the Philippines! – Beendet das Töten auf den Philippinen!

© philippinenbuero e.V.

Den Artikel des philippinenbüros zur Aktion finden sie hier.

Brutale Gewalt gegen Indigene auf Panay Island

 | 18. Januar 2021 20:04

In den frühen Morgenstunden des 30.12.2020 wurden neun Angehörige der Volksgruppe der Tumandok in einer gemeinsamen Aktion der Philippine National Police und der Philippine Army im Hochland von Panay (Visayas) getötet. Unter den Getöteten befanden sich auch die Barangay-Vorsitzenden Rey Giganto, Reynaldo Katipunan und Mario Aguirre. Weitere 15 Personen wurden verhaftet, es wird auch von Folter berichtet.
Wie bereits bei vorherigen ähnlichen Fällen unterscheiden sich die Darstellungen von Polizei und Militär deutlich von den Schilderungen der Indigenen. Während Erstgenannte behaupten, die Getöteten hätten Gegenwahr geleistet, berichten Angehörige der Opfer, wie diese wehrlos, zum Teil im Schlaf getötet wurden.

Äußerst auffällig ist dabei, dass Getötete wie auch Verhaftete prominente Kritiker großer Infrastrukturmaßnahmen sind, welche die Heimat der Tumandok bedrohen. Schon seit langem wurden sie daher mit Anschuldigungen behelligt, Mitglieder der kommunistischen Rebellengruppe New People’s Army zu sein.

barkadas e.V. verurteilt die brutale Gewalt, welche im Namen eines vermeintlichen Antiterrorkampfes gegen die Tumandok verübt wird, aber letztlich nur der Vertreibung eines Volkes von seinem angestammten Land dienen soll. Wie schon die Ermordung der Aktivistin Zara Alvarez legt dieser Vorfall Zeugnis von der angespannten Menschenrechtslage auf den Philippinen ab.

Quelle: Statement des philippinenbüros e.V. vom 5. Januar

barkadas-Wochenende 2020

 | 26. Oktober 2020 17:32

Eingeleitet wurde dieses barkadas-Wochenende durch die Lichterketten-Aktion auf dem Lamberti-Kirchplatz (s. Eine Lichterkette ist entfacht). Dabei wurde der ermordeten Menschenrechtsverteidiger*innen auf den Philippinen gedacht. Dank der Anwesenheit von Interessierten hat uns diese Aktion als Gruppe gestärkt, da wir direkte Resonanz zu unserer Arbeit bekamen.

Der Samstag begann mit der Planung für das Jahr 2021. Weil die Durchführbarkeit jeder Aktion auf die COVID 19 – Situation angepasst werden muss, war diese Planung in diesem Jahr besonders herausfordernd. Am Ende stand ein schöner Plan für 2021, den wir im Detail an die aktuelle Situation anpassen werden.

Die restliche Zeit verbrachten wir damit, ein Kneipenquiz zu den Philippinen zu entwickeln. Mit ernsten, witzigen, verblüffenden und herausfordernden Fragen und Aufgaben können Sie damit so einiges zu den Philippinen lernen und Ihr eigenes Wissen testen. Das Quiz wird zurzeit weiterentwickelt und wird dann in digitaler und analoger Form durchgeführt werden. Genauere Infos können Sie hierzu auf dieser Internetseite finden.

Eine Lichterkette ist entfacht

 | 18. Oktober 2020 15:14

Am Freitagabend, den 2. Oktober, wurde zur blauen Stunde vor der Lamberti-Kirche eine Lichterkette entfacht. Gemeinsam gedachten Münsteranerinnen und Münsteraner in einer Schweigeminute der im August ermordeten Menschenrechtsaktivistin Zara Alvarez und der zahlreichen weiteren Opfer staatlich gelenkter Ermordungen auf den Philippinen. Die Lichter sind ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die sich – der Bedrohung ihres eigenen Lebens zum Trotz –  für unterdrückte Minderheiten, Demokratie und Pressefreiheit einsetzen.

Unter der Regierung des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte wurden zwischen Juli 2016 und April 2020 über 747 Menschen „außergerichtlich“ getötet (Quelle: Karapatan). Durch Einschüchterung, Folter und Mord wird systematisch ein Klima der Angst geschaffen. Während der Regierungszeit von Präsident Duterte sind bereits 27.000 Menschen im sogenannten Krieg gegen die Drogen ermordet worden. Des Weiteren wurde dem letzten unabhängigen Sender die Sendelizenz verweigert.

Unter den Opfern dieser Verbrechen sind auch Menschen aus dem Partnerkirchenkreis des evangelischen Kirchenkreises Münster, der South Bicol Conference. So wurde im Juli 2006 der Student Rei Mon „Ambo“ Guran ermordet, der sich gegen Umweltzerstörungen engagierte. Eine Aufklärung des Mordes ist bis heute nicht erfolgt.

Aktueller Anlass für die Lichterkette ist die Ermordung der Menschenrechtsaktivistin Zara Alvarez. Sie wurde am 17. August auf der Insel Negros in Bacolod City auf dem Nachhauseweg erschossen. Zurück bleibt ihre elfjährige Tochter.

Das Handeln der Regierung Dutertes bleibt auch in Münster nicht unbeobachtet!

# Stop the Killings! – Für Menschenrechte auf den Philippinen

 | 19. September 2020 11:34

Am 17. August 2020 wurde die philippinische Menschenrechtsaktivistin Zara Alvarez auf der Insel Negros in Bacolod City erschossen. Seit ihrer Jugend setzte sie sich für die Menschenrechte ein und war damit ein Dorn im Auge der Regierung. Zwischen 2012 und 2014 wurde sie infolge einer fingierten Verurteilung inhaftiert. Nach ihrer Freilassung erhielt sie immer wieder Morddrohungen.

Diese Geschichte ist kein Einzelfall auf den Philippinen. Unter der Regierung Rodrigo Dutertes wurden zwischen Juli 2016 und April 2020 über 747 Menschen außergerichtlich getötet (Quelle: Karapatan). Die Einschüchterungsversuche gegenüber der Zivilgesellschaft bilden sich in der Zerstörung von Eigentum, willkürlichen Inhaftierungen und Folter ab. Dies schafft eine Atmosphäre der Angst und untergräbt die philippinische Demokratie.

Wir wollen uns solidarisch zeigen und unsere Meinungsfreiheit dazu nutzen, der Regierung Dutertes zu zeigen, dass ihr Handeln nicht unbeobachtet bleibt.

Hierfür veranstalten wir eine Lichterkette am

Wir wollen auch der verstorbenen Zara Alvarez in Form eines kurzen Schweigemomentes gedenken. Bringen Sie deshalb gerne eine (geschlossene) Kerze (z.B. Grablicht) oder Ihr Handy mit.

Bei Fragen schicken Sie gerne eine E-Mail an info@barkadas.de.

Ihre Stimme trägt weiter. Zur Ermordung von Zara Alvarez

 | 27. August 2020 19:12

© philippinenbuero e.V.

Die philippinische Menschenrechtsaktivistin Zara Alvarez ist tot – ermordet am 17. August 2020 in Bacolod City (Philippinen). Europäische Organisationen verurteilen die Tat und geben ihrem Anliegen eine Stimme.

Wir sind traurig, fassungslos und vor allem wütend. Am Abend des 17. August wurde die Menschenrechtsverteidigerin Zara Alvarez (39 Jahre alt) in Bacolod City erschossen, wenige Stunden nachdem der am 10. August ermordete Landrechts- und Friedensaktivist Randall Echanis beerdigt worden war.

Wir, die Unterzeichnenden dieser Pressemitteilung, stehen nicht nur in Solidarität geschlossen an der Seite der philippinischen Zivilgesellschaft, sondern fordern gleichzeitig Gerechtigkeit und ein Ende der Repression regierungskritischer Stimmen in den Philippinen.

Zara Alvarez setzte sich seit ihrer Jugend aktiv für eine gerechtere Gesellschaft ein und kämpfte für den Schutz der Menschenrechte auf der Insel Negros. Zuletzt arbeitete sie bei der Gesundheitsorganisation NIHP-CD (Negros Integrated Health Programm for Community Development). Die Themen, für die sie sich einsetzte und die Kritik, die sie übte, lösten eine Reihe von Einschüchterungsversuchen aus. Seit Jahren erhielt sie Morddrohungen, wurde zwischen 2012 und 2014 im Zuge einer fingierten Verurteilung inhaftiert und wurde nach ihrer Freilassung durch die Regierung als Terroristin denunziert. Zu ihrem Schutz wurde Zara Alvarez durch internationale Teams von Menschenrechtsbeobachter*innen vor Ort seit 2014 intensiv, auch durch Prozessbeobachtung, begleitet. Nach bisherigem Erkenntnisstand lauerte der*die maskierte Mörder*in ihr auf, um sie gezielt zu erschießen und anschließend auf einem von einem*r Komplizen*in gesteuerten Motorrad zu fliehen.

Der*die Täter*in mag bislang unbekannt sein, aber wir wissen: die wiederkehrenden Drohungen gegen Aktivist*innen durch Präsident Rodrigo Duterte, flankiert von Gesetzen wie dem Anti-Terror Gesetz, welches die Auslegung von regierungskritischen Aktivitäten als Terror und ergo Repression erleichtert, bilden einen Grundstein für ein zunehmend autoritär und repressives Klima in den Philippinen. Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass der philippinische Staat unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung brutal gegen Menschenrechtsverteidiger*innen und andere zivilgesellschaftliche Kräfte vorgeht. Deren Einsatz für Menschenrechte, eine saubere Umwelt, eine gerechte Landverteilung und die Rechte von Indigenen soll dadurch von Seiten der Regierung behindert und delegitimiert werden. Menschenrechts-Aktivist*innen, Journalist*innen, Umweltschützer*innen, Juristen*innen, u. A. werden so öffentlichen Beleidigungen und Verunglimpfungen sowie fabrizierten und manipulierten Rechtsverfahren mit haltlosen Anschuldigungen bis hin zu physischer Gewalt ausgesetzt. Zara Alvarez ist eines der Opfer.

Wir wissen auch, dass sie nicht das einzige Opfer dieser Gewalt ist. Wenn wir um Zara Alvarez trauern, trauern wir gleichzeitig auch um Randall Echanis, Ben Ramos, Jory Porquia, Bernardino Patigas, um alle, die wegen ihres Engagements für eine gerechtere Gesellschaft ermordet wurden. Um ihrer zu gedenken, wollen wir uns umso mehr solidarisch mit der philippinischen Zivilgesellschaft zeigen und Zaras Anliegen und den Werten, für welche sie gestanden hat, eine eindrückliche Stimme geben.

Wir fordern Gerechtigkeit für Zara Alvarez! Gerechtigkeit für alle politisch Verfolgten und Opfer des Duterte-Regimes! #StopTheKillings! #JusticeForZaraAlvarez

Ukay Ukay: Barkadas im Gespräch mit Pilgrim Bliss Gayo über Second Hand Mode

 | 7. Juni 2020 18:27

Was passiert eigentlich mit der ganzen Fast Fashion (kurzlebiger Mode), die in Deutschland nicht mehr getragen wird? Ein Teil landet auf sogenannten Ukay-Ukay-Stores auf den Philippinen. Ukay-Ukay kann eine Halle mit Grabbeltischen oder aber eine Secondhand-Boutique mit ausgewählten Kleidungsstücken sein. Pigrim Bliss Gayo – Landeskoordinatorin Philippinen, terre des hommes – ist selbst Ukay-Ukay-begeistert. Im Interview gibt sie Tipps wie man das perfekte Second-Hand-Kleidungsstück bekommt. Sie erklärt, welche Bedeutung das Phänomen Ukay-Ukay für Menschen auf den Philippinen hat und wie sie selbst verantwortungsvoll auf Schnäppchenjagd geht.

Jahresbericht 2019

 | 8. Mai 2020 20:38

Der barkadas e.V. Jahresbericht 2019 ist da! Wir blicken auf ein spannendes Jahr 2019 zurück:

  • die Mitglieder von barkadas e.V. stellen sich vor
  • Kleidertauschparty goes Fashion Revolution Week
  • Mit Schwung fürs Klima! barkadas e.V. auf dem Climat Action Day
  • und vieles mehr

Neugierig gewordern?

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